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Hier könnt ihr unsere liebsten Hundegeschichten lesen:
MEIN PRÜFUNGSTAG 7.00
Uhr
- Aber wenn ich mitgehen dürfte, dann hätte sie ja sicher die Jacke angezogen, die nach Leckerlies, Spielies und nach mir riecht und sie würde die Turnschuhe tragen, die ich sooo liebe, weil sie nach Feld, Wiese und Wald riechen. 7.30
Uhr Wir gehen zusammen zum Auto und sie spricht andauernd mit mir und streichelt mich ständig. Warum? Was ist denn bloß los??? 8.00
Uhr Die anderen sind auch da - wie immer - aber warum dürfen wir jetzt nicht mal kurz spielen?? - Alle sind so ernst!!
- Wir gehen ein Stück und ständig sagt sie:" Mach doch
dein Bächle!" Komisch, sonst ist das doch auch nicht so
wichtig! Es wird heute nicht gelacht und wenn, dann so unnatürlich!
- Alle riechen nach Stress!! 10.00
Uhr
10.10
Uhr
Wieder halten wir an. Sie
lobt mich nicht, trotzdem ich doch alles richtig gemacht habe. Ich weiß, dass
jetzt mein SITZ AUS DER BEWEGUNG kommt. Doch der Befehl klingt anders.
Gekrächzt! Hat sie denn nun "SITZ" oder "PLATZ" gesagt?
Es irritiert mich. Ich gehe vorsichtshalber in eine Stellung
zwischen SITZ und PLATZ. So wird´s schon recht sein. Fraule bekommt den
bösen Blick, lässt die Schultern herabfallen, ihre Haltung verrät nichts Gutes.
Schnell lege ich mich hin, um meine Ergebenheit auszudrücken. So, wie sie
jetzt auf mich zukommt, ist sie mir unheimlich. Jetzt habe ich Magendrücken. Und
als sie mir ihr "SITZ" zuzischt, kusche ich lieber mal weiter in Liegestellung. 10.20
Uhr
Meine
Lieblingsübung! Mir lacht das Herz! Freudig gehe ich bei Fuss, setze mich
blitzartig, als sie das Holz auslegt und warte auf ihr "BRING". Es kommt
-
scharf - und als ich mich mit dem aufgenommenen Holz wieder in Richtung Fraule
drehe, sehe ich ihre miese Laune. Weil ich sie auf der Spielwiese mit
Stöckchenspielen immer aufheitern kann, versuch ich es jetzt und fordere sie
auf, mir nachzurennen. Na los doch !!!! Da fällt mir was ein! Sie ist doch immer ganz begeistert, wenn ich morgens rasch mein Häufchen erledige. Vielleicht erheitert sie das? Vielleicht bekomme ich sogar ein Extra-Leckerlie?
Ich laufe
schnell seitlich an den Rand des Hundeplatzes und befreie mich, körperlich und
seelisch. Ich komme ja gleich wieder. Jetzt wird alles gut! Denn morgen wird sicher alles wieder gut.
( Verfasser unbekannt - gefunden und etwas verändert)
ETWAS GANZ BESONDERES
Ein Geschäftsinhaber hatte ein Schild über seine Tür genagelt, darauf war zu
lesen: HUNDEBABIES ZU VERKAUFEN Dieser Satz lockte Kinder an. Bald erschien ein kleiner Junge und fragte:
"Für wieviel verkaufen Sie die Hundebabies?" Der Besitzer meinte: "Zwischen 200
und 300 Euro." Der kleine Junge griff in seine Hosetasche und zog einen Geldschein heraus :
"Ich habe 50 Euro, kann ich sie mir anschauen?" Der Besitzer grinste und pfiff. Aus der Hundehütte kam seine Hündin namens
Lady, sie rannte den Gang seines Geschäfts hinunter, gefolgt von fünf kleinen
Hundebabies. Eins davon schien irgendwie nicht so recht dazuzugehören und kam
hinterher, weit hinter den anderen. Sofort
sah der Junge den humpelnden kleinen Einzelgänger und fragte: "Was fehlt diesem kleinen Hund?"
Der Mann erklärte, dass, als der Kleine geboren wurde, der Tierarzt meinte, er
habe ein kaputtes Gelenk und würde für den Rest seines Lebens humpeln. Der kleine Junge war nun richtig aufgeregt und meinte: "Den kleinen Hund möchte ich kaufen." Der Mann antwortete: "Nein, den kleinen Hund brauchst du nicht zu kaufen. Wenn du ihn wirklich haben möchtest, dann schenke ich ihn dir." Der kleine Junge war ganz durcheinander. Er sah direkt in die Augen des
Mannes und sagte: "Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Er ist genauso viel
wert wie die anderen Hunde und ich will für ihn den vollen Preis zahlen. Ich
gebe Ihnen jetzt die 50 Euro und dann 10 Euro jeden Monat, bis ich ihn bezahlt
habe." Der Mann entgegenete: "Du musst den Hund wirklich nicht bezahlen. Er wird niemals rennen, spielen und hüpfen können wie die anderen Hunde." Der kleine Junge fasste nach unten und krempelte sein Hosenbein hinauf und
zum Vorschein kam sein schlimm verkrümmtes, verkrüppeltes Bein, geschient
mit einer dicken Metallstange. Er sah zu dem Mann hinauf und sagte: "Na ja, ich kann auch nicht so gut
rennen und der kleine Hund braucht jemanden, der Verständnis für ihn hat." Der Mann biss sich auf seine Unterlippe. Tränen stiegen in seine Augen, er
lächelte und sagte: "Mein Sohn, ich hoffe und bete, dass jedes einzelne
Hundebaby einen Besitzer wie dich haben wird." Im Leben kommt es nicht darauf an, wer du bist, sondern dass jemand dich
dafür schätzt, was du bist, dich akzeptiert und liebt! (Verfasser unbekannt)
Die Geschichte von Lea Ich weiss nicht mehr viel von dem Ort, an
dem ich
geboren wurde. Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich
erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr
dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die
meisten von ihnen waren plötzlich gestorben. Ihr Vater und ihre
Mutter sagen, ich sei ein ganz
süsses und braves Hundchen. Ich heisse jetzt Lea. Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre ok, dann entspannte ich mich. Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von Herz zwei. Er sprach von wilden Züchtern und dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen, aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen. Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung schrecklich weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Ausserdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen. In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hiess es
"genetisch" und "nichts zu machen". Ich möchte draussen in der warmen Sonne mit
meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht
war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu
trinken und nur noch schreien vor Schmerzen. Lea J. Ellis - übersetzt von E. Wittwer
Hunde haben keine Seele, oder doch? Ich erinnere mich noch, wie ich dich nach Hause geholt habe. Du warst so klein und knuddelig mit deinen winzigen Pfoten und deinem weichen Fell. Du stolpertest durch den Raum mit blitzenden Augen und hängenden Ohren. Manchmal hast du einen kleinen Heuler losgelassen, um zu sagen: "Das ist mein Revier!" Du machtest ein Chaos aus dem Haus und kautest alles an, was du sahst, und wenn ich mit dir geschimpft habe, hieltest du nur deinen Kopf gesenkt und schautest mich aus unschuldigen Augen an, als ob du sagen wolltest: "Tut mir leid, aber wenn du nicht guckst, werde ich es wieder machen." Als du älter wurdest, beschütztest du mich, indem du jeden anbelltest, der an unserem Fenster vorbeiging. Wenn ich nach einem harten Arbeitstag wiederkam, wartetest du wedelnd auf mich, um mir zu sagen: "Willkommen zu Hause. Ich habe dich vermisst." Du hattest nie einen schlechten Tag und ich konnte mich immer auf dich verlassen. Wenn ich mich hinsetzte und Zeitung las oder Fernsehen schaute, hüpftest du auf meinen Schoß um Aufmerksamkeit zu erregen. Du hast nie mehr von mir verlangt, als dir den Kopf zu streicheln, damit du auf meinen Beinen schlafen konntest. Als du alt wurdest, liefst du nicht mehr so schnell herum. Dann, eines Tages, verlangte das Alter seinen Tribut und du konntest nicht mehr auf deinen wackligen Beinen stehen. Ich kniete mich zu dir und streichelte dich wie du da lagst, ich versuchte, dich wieder jung zu machen. Du schautest mich nur an, als ob du sagen wolltest, dass du alt und müde warst und, da du nie um etwas gebeten hattest, mich um einen letzten Gefallen bitten wolltest. Mit Tränen in den Augen fuhr ich noch ein letztes Mal zum Tierarzt. Ein letztes Mal lagst du neben mir. Warum auch immer warst du noch in der Lage in der Praxis aufzustehen, vielleicht war das dein Stolz. Als der Arzt dich wegführte, zögertest du einen Moment und drehtest deinen Kopf zu mir, um Danke zu sagen: "Danke, dass du für mich gesorgt hast." Ich dachte: "Nein, danke, dass du
für mich gesorgt hast."
...nur ein alter Hund...?
( Tierfreunde 2000 Düsseldorf eV )
Copyright(c) 2008 Gabi Wagner. Alle Rechte vorbehalten
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